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| Wie Zahnärzte verfärbte Zähne bleichen und wann man es selbst tun kann |
| Zähne bringen Höchstleistung für Gaumenfreuden |
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 Zähne in enger Wechselwirkung mit Körper und Psyche
 Es hämmert, bohrt und sticht – Kopfweh gehört zu den am weitest verbreiteten gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Drei Viertel aller Deutschen haben damit bereits leidvolle Erfahrungen gesammelt. Nicht selten stehen Zähne und Zahnersatz mit dem Schmerz in Verbindung. Bei der jährlichen Pressekonferenz des Kuratoriums perfekter Zahnersatz in Hamburg referierten die Experten Professor Dr. Hans-Christoph Lauer, Dr. Michael Stelzel und Dr. Anne Wolowski deshalb vor zahlreichen Journalisten aus den Bereichen Print, Funk und Fernsehen zum Thema „Auf den Zahn(ersatz) gefühlt – Zähne und ihre Wechselwirkungen mit Körper und Psyche“.
Der enorme Einfluss von Zähnen und Zahnersatz auf Wohlbefinden und Gesundheit lässt sich auch in volkswirtschaftlichen Daten ausdrücken: „Eine in den USA durchgeführte epidemiologische Erhebung ergab, dass pro Jahr 17,8 Millionen Arbeitstage bezogen auf 100 Millionen Arbeitnehmer aufgrund von Funktionsstörungen des Kausystems verloren gehen“, erläuterte Lauer. Diese Situation sei laut einer bevölkerungsrepräsentativen Mundgesundheitsstudie des Institutes der deutschen Zahnärzte auf Deutschland übertragbar. Der volkswirtschaftliche Schaden ist somit beträchtlich.
„In dem sensiblen Regelkreis des Kausystems können Schmerzen beziehungsweise Beschwerden unter anderem von der Muskulatur, dem Kiefergelenk, dem Zahnhalteapparat und den Zähnen selbst ausgehen“, erläuterten Lauer und Wolowski. Auch die Oberärztin der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik und zahnärztliche Leiterin der Ambulanz für Psychosomatik in der Zahnheilkunde an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster hat dies schon bei vielen ihrer Patienten beobachtet. Grund für Fehlfunktionen von Kaumuskulatur und Kiefergelenk seien beispielsweise ungleichmäßige Kontakte zwischen den Zähnen des Oberkiefers und des Unterkiefers, erklärte sie. An einer solchen ungleichmäßigen Kontaktlinie kann schlecht eingepasster oder abgenutzter Zahnersatz schuld sein. Auch natürliche Zähne können durch ein leichtes Kippen ihre physiologische Position verändern. Bei nicht versorgten Zahnlücken ist diese Gefahr hoch. Notwendige Behandlungen sollten deshalb nicht aufgeschoben werden. Kopf- oder auch Gesichtsschmerzen entstehen aber nicht zwangsläufig. Entscheidend sind oft das psychosomatische Befinden des jeweiligen Patienten und seine Form der Stressverarbeitung, denn das Kausystem zählt neben dem Verdauungstrakt und dem Herz-/Kreislaufsystem zu den wichtigen Ventilen bei der Stressbewältigung.
Kann Parodontitis zu Diabetes führen?
Einer der weltweit häufigsten Erkrankungen widmete sich Dr. Stelzel von der Universität Marburg in seinem Vortrag: der Parodontitis. „Sie ist gekennzeichnet durch eine lokalisiert oder generalisiert auftretende Entzündung des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparates. Klinisch findet sich gerötetes Zahnfleisch, das zum Beispiel beim Zähneputzen oder bei der Sondierung der Zahnfleischtaschen durch den Zahnarzt blutet“, erläuterte Stelzel.
Schreitet die Erkrankung weiter fort, lockern sich die betroffenen Zähne, später droht Zahnverlust. Verursacher sind spezifische Mikroorganismen, die entweder direkt oder indirekt über das Immunsystem das parodontale Gewebe schädigen. Durch das entzündungsbedingt aufgelockerte Gewebe können intakte Bakterienzellen sowie deren zum Teil toxische Bestandteile in den Blutkreislauf gelangen und im Organismus verteilt werden. „Mittlerweile deuten viele Studien darauf hin, dass die Parodontitis keine auf die Mundhöhle beschränkte Erkrankung darstellt, sondern auch in anderen Bereichen des Körpers direkt oder indirekt zu krankhaften Veränderungen führen kann“, sagte Stelzel.
Sowohl Diabetes als auch Frühgeburten seien wahrscheinlich mit der Parodontitis assoziiert. Einige klinische Studien konnten auch eine Verbindung zur koronaren Herzkrankheit aufzeigen. Inwiefern dies auch für andere Erkrankungen zutrifft, bedarf weiterer Untersuchungen. Für den Zahnmediziner Stelzel jedenfalls steht fest: „Aufbauend auf diesen Erkenntnissen muss die Rolle der Parodontologie hinsichtlich ihrer Stellung innerhalb der Medizin neu bewertet werden.“ (Quelle: Kuratorium perfekter Zahnersatz)
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