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 Löst Paradontitis Diabetes mellitus aus?
 Vier bis fünf Millionen Menschen leiden in Deutschland an Diabetes mellitus. In den nächsten Jahren rechnen Experten noch mit einem deutlichen Anstieg. In diesem Zusammenhang ist eine Entdeckung der Zahnmedizin von hoher Bedeutung: „Parodontitis zählt sehr wahrscheinlich zu den Risikofaktoren von Diabetes Mellitus“, berichtete Privatdozent Dr. Michael Stelzel bei der jüngsten Pressekonferenz des Kuratoriums perfekter Zahnersatz in Hamburg.
Verursacher der Zahnfleischentzündung sind Mirkoorganismen, die entweder direkt oder indirekt über das Immunsystem den Zahnhalteapparat schädigen. „Mehrere Studien deuten mittlerweile darauf hin, dass die Parodontitis keine auf die Mundhöhle beschränkte Erkrankung ist“, erklärte Stelzel. Vielmehr könne es im ganzen Körper zu krankhaften Veränderungen kommen.
Neben dem Diabetes Mellitus werden mittlerweile noch andere Erkrankungen mit der Parodontitis in Verbindung gebracht, beispielsweise die koronare Herzkrankheit. Selbst Frühgeburten würden dadurch vermutlich ausgelöst. „Aufbauend auf diesen Erkenntnissen muss die Rolle der Parodontologie hinsichtlich ihrer Stellung innerhalb der Medizin neu bewertet werden“, fordert Stelzel daher.
Von Parodontitis ist fast jeder Mensch im Laufe seines Lebens betroffen: Bei den über 40-Jährigen gehen mehr Zähne durch Parodontitis verloren als durch Karies. Plaque und Zahnstein begünstigen die Entstehung ebenso wie Tabakkonsum. Auch ein bereits bestehender Diabetes mellitus erhöht das Risiko.
Ein Parodontose-Screening bringt Betroffenen Klarheit. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen für ihre Versicherten im Zwei-Jahres-Rhythmus einen solchen Test. Wichtiger Beitrag zur Vorbeugung des bakteriellen Angriffs sind regelmäßige professionelle Zahnreinigungen. Dass die Kassen nur eine Zahnsteinentfernung pro Jahr bezahlen, kritisieren Experten als unzureichend.
(Quelle: Kuratorium perfekter Zahnersatz)
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