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Lachen - ein sozialer Klebstoff
Überhaupt nicht lächerlich: Heitere Menschen haben´s leichter

Lachen verbessert die Lungenfunktion, versorgt das Gehirn mit Sauerstoff und massiert die inneren Organe, die Immunabwehr steigt und Stresshormone werden abgebaut. Lachen und Lächeln macht sympathisch. Gesunde und gepflegte Zähne gehören natürlich dazu.

„Und jetzt bitte ‚Whisky’ sagen“, ruft der Fotograf der Familie zu, die zum Gruppenbild posiert. „Auf Kommando lächeln kann nicht jeder“, hat Jörg Schmidt festgestellt. Deshalb bedient er sich dieses Tricks, bei dem jeder am Ende mit freundlichem Gesichtsausdruck aufs Bild gebracht wird. Lachen ist tatsächlich nicht für jeden kinderleicht: Wissenschaftler wie der Züricher Professor Willibald Ruch glauben, dass diese Fähigkeit angeboren ist – oder eben nicht. Es gibt Menschen, die sogar nach einer Dosis Lachgas nicht eine Miene verziehen. Lachen ist deshalb aber keine lächerliche Angelegenheit: Ruch meint, dass heitere Menschen mit belastenden Situationen besser umgehen können.

In einem Experiment teilte er Probanden aufgrund eines Fragebogens in heitere und nicht-heitere Gemüter ein. Sie wurden anschließend unter einem Vorwand in einen Raum gesetzt, der schwarze Wände hatte. An der Decke hing lediglich eine einfache Glühbirne, auf dem Tisch stand eine vertrocknete Pflanze und an der Wand war ein Plakat zum Thema Aids im Gefängnis aufgehängt. Die Versuchsteilnehmer mussten verschiedene Aufgaben erledigen. Dem Forscher ging es aber hauptsächlich darum, zu sehen, ob die Stimmung durch das düstere Ambiente verändert wurde. Fazit: Heitere Menschen blieben tatsächlich gelassener.

Das Lächeln ist wahrscheinlich sehr viel älter als das Lachen. Möglicherweise entstand es aus einer Angstgrimasse heraus. Auch die nächsten Verwandten des Menschen bedienen sich in brenzligen Situationen eines Lächelns. Makaken und Paviane etwa zeigen grinsend die Zähne, wenn sie einem ranghöheren Tier begegnen. Dies gilt als Signal ihrer Unterwürfigkeit – wer lächelt, beißt nicht. Schimpansen verfügen ebenfalls über ein solches Angstgrinsen. Das bedeutet für sie weniger gefährliche Kämpfe, denn auf diese Weise können sie schwierige Situationen entschärfen. Ein Überlebensvorteil, den die Evolution beim Menschen stark ausgebaut hat: Es gibt mindestens 15 verschiedene Formen des menschlichen Lächelns, darunter das spontane echte Lächeln, das maskierende Lächeln und das so genannte „Swissair-Lächeln“, mit dem bewusst eine positive Atmosphäre geschaffen werden soll.

„Lächeln und Lachen sind sozialer Klebstoff“, sagt Carsten Niemitz von der Freien Universität Berlin. Seit 20 Jahren befasst er sich mit diesem Phänomen. „Wir lachen, weil etwas lustig ist, aber auch, um soziale Bindungen aufzubauen. Nehmen Sie zum Beispiel eine Reisegruppe von Leuten, die sich untereinander nicht kennen. Die lachen am ersten Tag signifikant häufiger als auf dem ganzen Rest der Reise. Damit bilden sie soziale Strukturen, sie klären: Wer lacht mit wem? Und wer lacht nicht mit wem? Wer gehört zusammen und wer nicht?“ Vielleicht sollte man bei der nächsten Betriebsfeier also mehr darauf achten, wer über die Witze des Chefs laut lacht – und wer sich traut, es zu lassen?

Sich ernsthaft mit dem Lachen zu beschäftigen, war für die Forschung lange Zeit nicht selbstverständlich. Inzwischen gibt es aber nicht nur die Wissenschaft vom Lachen, zahlreiche Lachclubs und Lachtherapeuten haben sich zum Ziel gesetzt, seine Heilkräfte freizusetzen. Denn Lachen verbessert die Lungenfunktion, versorgt das Gehirn mit Sauerstoff und massiert die inneren Organe, die Immunabwehr steigt und Stresshormone werden abgebaut. Und last but not least - Studien deckten jetzt auf: Die beste Methode, das Herz einer Frau zu erobern, ist die Fähigkeit, sie zum Lachen zu bringen.

Dem Lachen kommt somit eine besondere Bedeutung in unserem Leben zu. Kein Wunder also, dass mehr als 92 Prozent der Bundesbürger schöne, ästhetische Zähne wichtig oder sehr wichtig finden, wie eine Emnid-Befragung ergab. Denn was nützt das herzhafteste Lachen, wenn die dabei sichtbar werdenden Zahnreihen das Gegenüber erschauern lassen? (Quelle: Kuratorium perfekter Zahnersatz)


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