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 Mundpflege zwischendurch und auf Reisen
 Mit zunehmender Mobilität haben sich in unserer Gesellschaft auch die Essgewohnhei-ten geändert. Wer viel reist oder beruflich viel unterwegs ist, nimmt anstelle einer Haupt-mahlzeit eher kleinere Zwischenmahlzeiten ein. Im hektischen Berufsalltag jagt oft ein Ter-min den anderen: Es bleibt nur Zeit für kleine Snacks zwischendurch. Und weil es schnell gehen muss, steht meistens auch noch Fast-Food auf dem Speiseplan. Dieses Essverhalten schlägt auf Dauer nicht nur auf den Magen, auch die Mundgesundheit kann auf der Strecke bleiben. Denn in den wenigsten Fällen ist Zähneputzen nach dem Essen möglich.
Dennoch muss die Zahnpflege zwischendurch nicht leiden. Ein erster Schritt: den Mund nach dem Essen kräftig mit Wasser ausspülen. So können grobe Speisereste entfernt werden. Außerdem ist es hilfreich, zuckerfreie Zahnpflegekaugummis oder -bonbons in der Tasche zu haben. Das Kauen dieser Kaugummis sowie das Lutschen zuckerfreier Zahnpflegebon-bons regt den Speichelfluss an. „Speichel – insbesondere stimulierter Speichel – neutralisiert zahnschädigende Säuren, die Kariesbakterien bei der Umwandlung von Zucker produzieren, sowie Magensäure, die bei häufigem Sodbrennen in den Mundraum gelangen kann. Außer-dem kann Speichel Mineralien ersetzen, die Säuren aus dem Zahnschmelz herauslösen, – ein wichtiger Schutz gegen Karies“, erklärt Professor Joachim Klimek, Universität Gießen. Sobald sich die Möglichkeit zum Zähneputzen bietet, sollte man diese nutzen. Denn der Konsum von zuckerfreien Zahnpflegekaugummis und -bonbons ersetzt nicht die regelmäßi-ge, gründliche Zahnreinigung und Mundhygiene! „Aber unterwegs und nach Mahlzeiten sti-mulieren sie den Speichelfluss und sind somit eine sinnvolle Ergänzung der Zahn- und Mundhygiene“, so Klimek.
Auch die Wahl der Mahlzeiten kann die Zahn- und Mundgesundheit beeinflussen. Stark zu-cker- bzw. kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel wie viele Fast-Food-Produkte fördern die Vermehrung von Kariesbakterien im Mund und erhöhen das Kariesrisiko. Besser sind so genannte nicht kariogene Speisen, die kräftig gekaut werden müssen. Kauaktive Nahrungs-mittel, zum Beispiel Karotten und andere rohe Gemüsesorten, frisches Obst, Müsli oder Voll-kornbrot, regen den Speichelfluss an und unterstützen somit das Schutzsystem für die Zäh-ne. Bei gerade auf Reisen beliebten Getränken wie Limonaden, Colagetränken oder Eistees lauern andere Gefahren: Sie haben neben Zucker- auch hohe Säuregehalte, was die Zähne zusätzlich schädigen kann. Solche Getränke sind daher als Durstlöscher wenig geeignet. Zu empfehlen sind stattdessen natürliche Mineralwässer und ungezuckerte Kräutertees.
Trotz veränderter Essgewohnheiten und oft mangelnder Möglichkeiten zum Zähneputzen kann so jeder auch zwischendurch und auf Reisen einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Zahn- und Mundgesundheit leisten.
Weitere Informationen finden Sie auf www.rundum-zahngesund.de , der Homepage der Sektion Zahngesundheit im Deutschen Grünen Kreuz e. V. (Quelle:DGK, Autor: Mirko Konrad)
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