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| Wie Zahnärzte verfärbte Zähne bleichen und wann man es selbst tun kann |
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 Frühkindliche Karies kann schwerwiegende Folgen haben Sprachfehler, Schluckbeschwerden, Kauprobleme...
 Kinder können schon in einem sehr frühen Lebensabschnitt an Karies erkranken. Laut Bundeszahnärztekammer erleiden in Deutschland etwa 5 bis 15 Prozent aller Kinder eines Geburtsjahrgangs zwischen dem ersten und fünften Lebensjahr eine Schädigung des Milchzahngebisses, in bestimmten sozioökonomischen Schichten sogar bis zu 35 Prozent.
Der Grund: Eltern geben den Kindern oft zuckerhaltige Getränke wie gesüßte Tees, Fruchtsäfte oder Erfrischungsgetränke in der Babyflasche oder in Trinklernbechern. „Der häufige, oft unkontrollierte Genuss dieser Getränke über den Tag verteilt wie auch nachts zur „Selbstbedienung“ kann zu Milchzahnkaries – auch Saugerflaschenkaries oder Nursing-Bottle-Syndrom (NBS) genannt – führen. Im schlimmsten Fall kann es zur vollständigen Zerstörung der Milchzähne kommen“, erklärt Professor Norbert Krämer, Leiter der Abteilung für Kinderzahnheilkunde, Universität Dresden. Karies entsteht, weil bestimmte Bakterien im Mund aus Zucker Säure bilden, die den Zahnschmelz auflöst und Karies verursacht.
Durch Karies zerstörte Milchzähne müssen häufig gezogen werden. Der Eingriff ist extrem belastend für die (Klein-)Kinder, und die Folgen des Zahnverlustes sind oft katastrophal: Die Sprachentwicklung des Kindes kann behindert werden, fehlerhafte Zungenlagen und Schluckmuster können entstehen, entfernte Milchzähne fallen als Platzhalter für die bleibenden Zähen weg und können Zahnstellungsfehler sowie Fehler der Bisslage nach sich ziehen. Zudem können fehlende Frontzähne zu psychische Störungen und sozialen Problemen für die Kinder führen. Auch das Kauen ist erschwert, was die Nahrungsaufnahme beeinträchtigt. Werden erkrankte Zähne nicht behandelt, können Allgemeinerkrankungen oder auch Befindlichkeitsstörungen auftreten.
Frühkindliche Karies ist jedoch vermeidbar! „Eltern sollten ihren Kindern keine gesüßten Getränke in der Babyflasche oder Trinklernbechern anbieten. Als Durstlöscher und zur Beruhigung sind ungesüßter Tee, stilles Wasser, Leitungswasser und Milch am besten geeignet“, rät Professor Krämer. Ab dem ersten Lebensjahr sollten Getränke nur noch in Tassen gereicht werden. Sobald die Backenzähne vorhanden sind, ist eine kauaktive Ernährung zur Förderung des Kaureflexes wichtig. Gegen zuckerhaltige Nahrungsmittel und Getränke zu den Hauptmahlzeiten ist nichts einzuwenden.
Auf süße Zwischenmahlzeiten sollte jedoch aufgrund der Kariesgefahr verzichtet werden. Sobald die ersten Milchzähne durchgebrochen sind, ist die Zahnpflege mit einer weichen Kinderzahnbürste und einer höchstens erbsengroßen Menge fluoridhaltiger Kinderzahnpaste (Fluoridgehalt 500 ppm / 0,05 Prozent) zu empfehlen, am besten abends vor dem Schlafengehen. Nach dem zweiten Lebensjahr sollten die Zähne zweimal täglich mit einer fluoridhaltigen Kinderzahnpaste gereinigt werden.
Den ersten Zahnarztbesuch empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde im 6. bis 8. Lebensmonat nach dem Durchbruch der ersten Milchzähne, den zweiten im 16. bis 18. Monat nach dem Durchbruch der ersten Backenzähne und den dritten etwa im 30. Monat, wenn das Milchgebiss komplett ist. Liegt jedoch ein Kariesrisiko vor, sind unter Umständen mehrere Termine notwendig. „Durch frühzeitige Zahnarztbesuche kann Milchzahnkaries rechtzeitig erkannt und unkompliziert behandelt werden.
Zudem sind die ersten zahnärztlichen Kontrolltermine wichtig, damit das Kind die Zahnarztpraxis kennen lernt und dabei positive Erfahrungen macht“, so Krämer. Dies fördert eine vertrauensvolle Beziehung zum Zahnarzt und wirkt sich positiv auf mögliche spätere Behandlungen aus. Besonders wichtig ist es, dass der Zahnarzt individuelle Tipps zur Kariesvorbeugung und zum Ernährungsverhalten gibt und einschätzt, ob zusätzlich eine individuell dosierte Kariesprophylaxe mit Fluoriden sinnvoll ist. (Quelle: pgk)
Weitere Informationen unter www.rundum-zahngesund.de
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